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Rückblick 2016

Lebenszyklus-Award 2016: Projekte aus Niederösterreich, der Steiermark und Wien ausgezeichnet

 

„Die Anzahl und das hohe Niveau der eingereichten Projekte belegen die Bedeutung und die Wirksamkeit einer qualitativen Verbindung von lebenszyklusorientierten Prozessen, einer partnerschaftlichen Projektkultur und einer ergebnisorientierten Organisation in der Praxis“, betont Juryvorsitzender Christoph Achammer, TU Wien, ATP architekten ingenieure.

Video zu den nominierten Projekten 2016

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Zu Beginn wurden 22 Projekte eingereicht. Nach einem intensiven Vorprüfungsverfahren entschied sich die zehnköpfige Jury – bestehend aus Vertretern von Mitgliedsunternehmen der IG Lebenszyklus Bau sowie klimaaktiv, der Plattform Innovative Gebäude und der Wirtschaftskammer Österreich – für sieben Projekte, die für den Lebenszyklus-Award 2016 nominiert wurden. Von diesen haben sich in der zweiten Runde folgende Projekte für den Lebenszyklus-Award 2016 qualifiziert:

 

  • der niederösterreichische Windstromproduzent Windkraft Simonsfeld wird für seine neue Firmenzentrale, ein Plusenergiegebäude in Ernstbrunn, als Vorzeigeprojekt für den lebenszyklusorientierten Gewerbebau mit dem Lebenszyklus-Award 2016 ausgezeichnet. Ausschlaggebend für die Auszeichnung war insbesondere der interdisziplinäre Zugang des Projektteams entlang des gesamten Gebäudelebenszyklus vom Architekturwettbewerb über die Planung und Errichtung bis hin zum Betrieb.

 

  • der Verein „Wohnprojekt Wien“ und der gemeinnützige Bauträger Schwarzatal erhalten den Lebenszyklus-Award 2016 für das Wohnprojekt Wien im zweiten Wiener Gemeindebezirk als Vorzeigeprojekt für den lebenszyklusorientierten Wohnbau. Durch ein basisdemokratisches Vorgehen im Rahmen einer einzigartigen Kooperations-Konstellation des Vereins „Wohnprojekt Wien“ mit dem gemeinnützigen Bauträger Schwarzatal wurde im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen ein nachhaltiges Wohngebäude geschaffen, das verschiedene Generationen, Sprachen, Kulturen und Berufe unter einem Dach vereint und als Modellvorhaben für eine neue Art zu leben in Wien geltend gemacht werden kann.

 

Eine Sonderauszeichnung erhält das Generalplanerteam rund um Nussmüller Architekten ZT und das AEE – Institut für Nachhaltige Technologien, das die Sanierung der Wohnhausanlage e80^3 – Johann-Böhmstrasse in Kapfenberg in der Steiermark initiiert hat. Das Team entwickelte eine lösungs- und produktorientierte Methode, mit welcher ein Mehrfamilienhaus aus dem sozialen Wohnbau mit einem eigens entwickelten, vorgefertigten Fassadensystem in ein Plusenergiegebäude umgewandelt wurde. Die Methode steht als Forschungsprojekt exemplarisch für einen völlig neuen Weg, ein Sanierungsprojekt zeit- und kostengerecht sowie qualitativ hochwertig im geförderten Wohnbau zu realisieren.

 

Bildtext: Wurden mit dem LEBENSZYKLUS-AWARD 2016 ausgezeichnet: Erich Kolenaty, Wohnprojekt Wien (links), Katharina Bayer und Markus Pendlmayer, einszueins architektur, für das Wohnprojekt Wien (rechts); Roman Gepp, Windkraft Simonsfeld AG sowie Georg Reinberg, Architekturbüro Reinberg ZT, für die neue Unternehmenszentrale Windkraft Simonsfeld (Mitte).

 

Mit dem Special Award „Kommunales Engagement“ wurde die GBG Gebäude- und Baumanagement Graz für die Volksschule Mariagrün in Graz ausgezeichnet. Es ist dem Bauherrn gelungen, eine der ersten Schulen in Österreich zu errichten, die das Prinzip des offenen Lernens im Sinne des „Bauwerkes als dritter Pädagoge“ umsetzt. Besonders hervorzuheben ist dabei die konsequent umgesetzte Einbindung der Nutzer vom Lehrer bis zum Kind in allen Phasen des Projekts von der Planung über die Errichtung bis zum Betrieb. Der Preis wurde bereits im Zuge des Kommunalwirtschaftsforums am 20. Oktober in Graz verliehen.

 

Presseaussendung zur Nominierung

 

Lebenszyklus-Award 2016: Nominierte stehen fest

 

 

Preis zeichnet erstmals Prozess-, Kultur- und Organisationsqualität bei der Planung, Errichtung, Finanzierung und Bewirtschaftung von Gebäuden aus / sieben Projekte nominiert

 

21 Projekte wurden eingereicht, sieben kommen in die zweite Runde und sind damit für den 2016 neu ausgeschriebenen Lebenszyklus-Award nominiert. Erstmals im deutschsprachigen Raum zeichnet der von der IG Lebenszyklus Bau ausgeschriebene Preis eine hohe Organisations-, Kultur und Prozessqualität bei der Planung, Errichtung, Finanzierung und Bewirtschaftung von Gebäuden aus.

 

Dies sei deshalb von Bedeutung, da hier der Hebel für die spätere Ergebnisqualität eines Gebäudes liege, so Juryvorsitzender Christoph Achammer, TU Wien, ATP architekten ingenieure. Achammer: „Oft wird geplant, ohne genau zu wissen, wohin die Reise gehen soll. Daran scheitern viele Bauprojekte. Das Niveau der eingereichten Projekte war durchgängig hoch, allerdings mit unterschiedlich starker Ausprägung in den gefragten Kategorien Organisation, Kultur und Prozesse.“

 

Die nun nominierten Projekte treten am 28. September 2016 vor der hochkarätig besetzten Jury an, um sich schließlich für den Lebenszyklus-Award zu qualifizieren. Eines dieser Projekte wird auch mit dem Special Award für „kommunales Engagement“ – Projekte, die besonderen Mehrwert für Gemeinden aufweisen – ausgezeichnet:

 

Folgende Projekte wurden für den Lebenszyklus-Award 2016 nominiert (alphabet. Reihenfolge):

 

  • Büro- und Verwaltungsgebäude des BBRZ, Linz (OÖ) (Revitalisierung)
  • Wohnhausanlage e80^3 – Johann-Böhmstrasse, Kapfenberg (STMK) (Revitalisierung)
  • Firmenzentrale Garant.Haus, Pöchlarn (NÖ) (Neubau)
  • Firmenzentrale Plus Energiegebäude Windkraft Simonsfeld, Ernstbrunn (NÖ) (Neubau)
  • Lagerhalle Schachinger Logistik Leuchtturm 1, Hörsching (OÖ) (Neubau)
  • Volksschule Mariagrün, Graz (STMK) (Neubau)
  • Wohnprojekt Wien (Neubau)

 

Die einzelnen, nominierten Projekte stellen wir Ihnen bei unseren Best Practice Beispielen vor.