NACHHALTIGKEIT BRAUCHT LEBENSZYKLUS.
LEBENSZYKLUS BRAUCHT PROZESSINNOVATION
inspiriert von erfolgreichen Bauherren

Arbeitsgruppen

Seit Anfang 2019 richtet der Verein seine Aufmerksamkeit auf die ökonomischen, ökologischen und soziokulturellen Rahmenbedingungen (gesetzliche und politische Rahmenbedingungen, Kreislaufwirtschaft und Raumplanung) für lebenszyklusorientierte Gebäude. Ziel ist, diesbezügliche Verschwendungspotenziale zu identifizieren und Vorschläge einzubringen, wie diese durch lebenszyklusorientierte Ansätze reduziert werden können. 

 

➤ DOWNLOAD: Arbeitsprogramm 2020 (pdf)

 


 

Unsere Arbeitsgruppen 2020

 

Die Arbeitsgruppen der IG Lebenszyklus Bau stehen allen Mitgliedern der IG Lebenszyklus Bau sowie interessierten Bauherren offen. Um den Arbeitsprozess so effizient wie möglich zu gestalten, bestehen diese jeweils aus einer Kern- und Feedbackgruppe. Um sich für eine Arbeitsgruppe anzumelden, wenden Sie sich bitte an: office@ig-lebenszyklus.at. Die Themen der Arbeitsgruppen beziehen sich auf Prozess, Organisation, Kultur und Technologie bei Planung, Errichtung, Finanzierung, Betrieb von Gebäude-Infrastrukturen

 

Hybrides Projektmanagement

AG-Leitung: Bernhard Herzog, M.O.O.CON / Marc Guido Höhne, Drees&Sommer / Wolfgang Kradischnig, DELTA

 

Die Arbeitsgruppe „Hybrides Projektmanagement“ befasst sich 2020 mit dem Proof of Concept des bereits publizierten Praxisleitfadens. Das erarbeitete K.O.P.T.-Modell zeigt anhand von klar definierten Leitplanken, wie erfolgreiche Projektarbeit in einer zunehmend volatilen, dynamischen und vor allem digitalisierten Immobilienwelt funktionieren kann. Die Arbeitsgruppenmitglieder begeben sich in diesem Jahr auf die Suche nach Pilotprojekten für das Hybride Projektmanagement. Mitglieder der IG Lebenszyklus Bau werden bei Interesse an der Einreichung eines Pilotprojektes um Kontaktaufnahme mit Cartin Marx, DELTA, gebeten: c.marx@delta.at

 

Chancen und Herausforderungen für die Raum- und Infrastrukturentwicklung der Zukunft (AG Mobilität)

AG-Leitung: Stefan Rufera, KPMG Austria

 

Kaum ein Bereich prägt unser Leben so sehr wie die Mobilität. Mobilität stellt die Voraussetzung für soziale Einbindung und gesellschaftliche Entwicklung, für nationales und globales Wirtschaftsleben und die Erfüllung von individuellen Bedürfnissen dar. Ein attraktiver und zukunftsfähiger Standort braucht daher ein innovatives, effizientes und nachhaltiges Mobilitätssystem. Vor diesem Hintergrund wird sich die AG Mobilität im Jahr 2020 mit der Frage beschäftigen, welche Rahmenbedingungen und Maßnahmen erforderlich sind, um die Mobilitätspotentiale der Zukunft zu ermöglichen oder zu forcieren. Der Fokus wird dabei vor allem auf die Herausforderungen für die Raum- und Infrastrukturentwicklung im städtischen Raum gerichtet.

 

Technische Vernetzung

AG-Leitung: Margot Grim-Schlink, e7

 

Im Rahmen der Arbeitsgruppe Technische Vernetzung widmen wir uns der Frage, was zunehmende Flexibilisierung und
Dynamik am Strommarkt für die Immobilienwirtschaft bedeutet. Weshalb ist das Thema für die Immobilienwirtschaft relevant?

 

  • Flexibler werdendes Energieangebot (Erneuerbare Energien: PV, Wind)
  • Künftig dynamische Stromtarife
  • Künftig zusätzliche Player, z.B. Demand Response Aggregatoren, Generelle Verlagerung hin zu Strom
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen der EU ermöglichen den gegenseitigen Stromverkauf und die Teilnahme an allen Strommärkten

 

Für den Immobiliensektor ergeben sich daraus bei Neubau, Sanierung und Ersatzinvestitionen sowohl Chancen als auch Risiken. Um an diesen Markt teilnehmen zu können und z.B. flexible Stromtarife nutzen zu können, müssen Gebäude digitaler, vernetzter, automatisierter werden und eine verstärkte Verknüpfung mit Strominfrastruktur eingehen. In der Arbeitsgruppe wird zu diskutieren sein: Wie kann sich die Immobilienbranche (Immobilienentwickler, Planer, etc.) auf diese Änderung vorbereiten um am flexiblen Energiemarkt teilnehmen zu können? Was müssen Gebäude können, um an diese Anforderungen auch künftig gerüstet zu sein? Was muss bei der Beschaffung und Ausstattung neuer Gebäude, Sanierungen und Ersatzinvestitionen beachten werden? Kostet es mehr, wenn ich es jetzt schon mitdenke?

 

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eine Orientierung zu den Herausforderungen, die aus dem Strommarkt auf die Immobilienwirtschaft wirken, zu erarbeiten. Zudem soll eine Checkliste für die Bestellung von neuen Gebäuden, Sanierungen, Ersatzinvestitionen zusammengestellt werden: „Was müssen Gebäude künftig können und wie müssen sie ausgestattet sein, um die Chancen, die sich aus der Flexibilisierung des Strommarktes ergeben, nutzen zu können bzw. die Risiken zu minimieren?“

 

Legal Set-Up von lokalen Energienetzen

AG-Leitung: Bertold Lindner, Heid & Partner / Albert Aigner, Sustainability& 

 

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich u.a. mit kleinräumiger Energieverteilung (Wärme / Kälte / Strom). Dabei werden folgende Rahmenbedingungen und um elektrische Energie in Augenschein genommen:

  • Direktleitung
  • Gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen
  • Energieerzeugungsgemeinschaften

 

Zudem werden rechtliche Möglichkeiten hinsichtlich folgender Punkte betrachtet:

  • Arten der Zusammenarbeit
  • Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle
  • Aufteilung der Energie
  • Hinzunahme Dritter
  • Finanzierung

 

Soziale Vernetzung

AG-Leitung: Thomas Hellweg, XAL / Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Jens Dangschat 

 

Die Arbeitsgruppe Soziale Vernetzung entwickelt mit Hilfe wissenschaftlicher Begleitung und einer professionellen Spiel-Entwicklerin ein Gesellschafts- bzw. Brettspiel. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe aus dem Jahr 2019 stellen die dafür notwendige, inhaltliche Basis dar. Mit der Absicht eine aktive Mitgestaltung von Bauherrenorganisationen, Errichtern und Projektentwicklern in der Arbeitsgruppe zu bekommen, fließt der Praxis- und Alltagsbezug mit ein. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die Einflussfaktoren und Auswirkungen sozialer Vernetzung im spielerischen Austausch miteinander kennenzulernen. Und ja; beim Ausgang des Spiels wird es einen Gewinner geben. 

 

Die IG Lebenszyklus Bau beabsichtigt mittels Sponsoring vereinszugehöriger und externer Unternehmen und Organisationen das Spiel in Produktion zu bringen. 2020 Stück als besagtes, ehrgeiziges Ziel – zur Verwendung als Firmenweihnachtsgeschenk für deren Mitarbeiter.

 

Verknappung von Grund & Boden

AG-Leitung: Christoph M. Achammer, ATP architekten ingenieure / Walter Hammertinger, Value One / Gerald Beck, UBM

 

Als ressourcenintensivste Industrie ist die Bauwirtschaft auch zur intensiven Beschäftigung mit Verknappungsfragen aufgerufen. Grund und Boden ist eine entscheidende, nicht substituierbare, beschränkte Ressource dieser Welt. Im Rahmen der Arbeitsgruppe überlegen wir, wie sich die Verschwendung mit bestehenden und neuen Rahmenbedingungen stoppen lässt, um eine bessere Welt zu bauen.

 

Kreislaufwirtschaft

AG-Leitung: Dr. Brigitte Karigl & Astrid Achatz, Umweltbundesamt

 

Kreislaufgerechtes Bauen muss bereits in der Planungsphase beginnen: Nur indem bereits im Vorfeld spätere Nutzungsänderungen bzw. der Rückbau mitgedacht werden, können Bauwerke dauerhaft genutzt bzw. optimal wiederverwertet werden. Die AG Kreislaufwirtschaft startet ihre Arbeit dementsprechend mit dem Themenschwerpunkt „kreislaufgerechtes Planen und Konstruieren“. Ziel ist es, einen Überblick über den Stand der Entwicklung zu generieren (z.B. Verwendung sortenreiner Materialien, lösbare Fügeverfahren, modulares Bauen, etc.) um daraus Grundsätze für eine kreislauforientierte Planung abzuleiten. Die Arbeitsgruppe Kreislaufwirtschaft wird inhaltlich von Frau Dr. Brigitte Karigl betreut, die als Fachliche Leitung Kreislaufwirtschaft des Umweltbundesamtes, vielfältige Erfahrungen im Themenfeld Abfall- und Stoffstrommanagement hat.

 

In-Wertsetzung von Brachliegenschaften

AG-Leitung: Martin Schuster, BALSA

 

Zur Reduzierung des Flächenverbrauches in Österreich ist es zielführend Brachliegenschaften vordringlich einer Nachnutzung zuzuführen. Standorte, die nicht erheblich kontaminiert sind und von denen keine erheblichen Risiken für Mensch oder Umwelt zu erwarten sind, fallen aus dem Förderregime des ALSAG heraus. Trotzdem ist bei einer angedachten Nachnutzung des Standortes (zum Beispiel durch erhöhte Entsorgungskosten bei Aushubarbeiten) mit Mehrkosten gegenüber nichtbelasteten Standorten zu rechnen. Für diese Mehrkosten und somit Standortnachteile bestehen derzeit in Österreich (im Gegensatz zu anderen EU Ländern wie z.B. Deutschland) kaum Fördermöglichkeiten bzw. finanzielle Anreize. Die Arbeitsgruppe möchte ein Positionspapier ausarbeiten in dem auf diesen Umstand hingewiesen wird und bestehende Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt werden. Weiters sollen neue Lösungsvorschläge vorgestellt werden.

 

Klimaneutrale Gebäude

AG-Leitung: Klaus Reisinger, iC consulenten

 

Österreich will seit kurzem als erstes Europäisches Land bis 2040 „klimaneutral“ sein. Im Rahmen der Arbeitsgruppe Klimaneutrale Gebäude  widmen wir uns unter anderem Fragen wie: Was bedeutet das eigentlich für die Gebäude? Was ist überhaupt ein „klimaneutrales Gebäude“?

Was trägt zum CO2– Fußabdruck von einem Gebäude bei (Errichtung, Betrieb, Lage des Gebäudes,..)? Fällt in der Errichtung mehr CO2 an, oder im Betrieb? Welche Gebäude haben den geringsten CO2– Fußabdruck? Schlecht isolierte Gründerzeithäuser in der Stadt oder Passivhäuser im Speckgürtel? Was kann das FM „noch retten“? Wieviel CO2 fällt in der Entsorgung des Gebäudes an? Tragen nachhaltige Baustoffe (zB Holz) dazu bei den CO2– Fußabdruck zu reduzieren? Wir freuen uns auf aktive Mitarbeit bei einem der interessantesten Themen unserer Zeit.

 

Um sich für eine Arbeitsgruppe anzumelden, wenden Sie sich bitte an: office@ig-lebenszyklus.at

 


 

Arbeitsweise IG Lebenszyklus Bau

 

Die IG Lebenszyklus Bau definiert Lebenszyklus-Modelle unter Einbeziehung aller beteiligten Fachbereiche – von der Projektinitiierung bis zur Bewirtschaftung. Diese Bereiche sind in interdisziplinären Arbeitsgruppen organisiert, in welchen die Mitglieder die Interessen und Schwerpunkte der verschiedenen Verantwortungsbereiche zusammenführen. Auf diese Weise werden auch die Publikationen der IG Lebenszyklus Bau in einem kontinuierlichen gemeinsamen Arbeitsprozess weiterentwickelt.

 

 

Die IG Lebenszyklus Bau vernetzt alle beteiligten Bereiche der Bau- und Immobilienwirtschaft und richtet sich an öffentliche und private Bauherren.