NACHHALTIGKEIT BRAUCHT LEBENSZYKLUS.
LEBENSZYKLUS BRAUCHT PROZESSINNOVATION
inspiriert von erfolgreichen Bauherren

Arbeitsgruppen 2018

Die Arbeitsgruppen der IG Lebenszyklus Bau stehen allen Mitgliedern der IG Lebenszyklus Bau sowie interessierten Bauherren offen. Um den Arbeitsprozess so effizient wie möglich zu gestalten, bestehen diese jeweils aus einer Kern- und Feedbackgruppe. Um sich für eine Arbeitsgruppe anzumelden, wenden Sie sich bitte an: office@ig-lebenszyklus.at

 


 

1. IT & Digitalisierung: Was ist JETZT zu tun?

 

Systeme, Daten, Security & Co

 

Digitalisierung beherrscht derzeit, als Schlagwort für Zukunftsphantasien und Bedrohungsbilder rund um die Möglichkeiten und Risiken einer sich stetig beschleunigenden Entwicklung unserer Informations- und Kommunikationstechnologie, unser strategisches Denken. Das Thema als Hype abzutun ist ebenso wenig denkbar wie eine plötzliche allumfassende Neuordnung aller Geschäftsmodelle und Prozesse in und zwischen den Teilnehmern unserer Branche zu erwarten ist. Eben ein Thema das im einzelnen (noch) schwer zu greifen ist.

 

Im Rahmen unserer Arbeitsgruppe haben wir es uns daher zur Aufgabe gemacht, die derzeit absehbaren Trends, Entwicklungen, Möglichkeiten und Risiken der Digitalisierung auf die Realität zu projizieren, die wir in unserer Arbeitsumgebung und unseren (IT-) Systemen tatsächlich jeden Tag vorfinden. Daraus wollen wir ein erstes gemeinsames Bild davon entwickeln, was JETZT in Angriff genommen werden muss und kann, um für die künftigen Entwicklungen vorbereitet zu sein. Abseits von neuen Tools, Start-Ups und Innovation-Hubs sind es die notwendigen Vorarbeiten, Bereinigungen, Konsolidierungserfordernisse, etc. in unseren Systemarchitekturen, Datenbeständen und Prozessmodellen, auf die wir den Fokus legen wollen. So können wir uns als Branche auf eine Transformation einstellen, die wohl schneller kommen wird, als wir bis vor Kurzem noch dachten. Neben diesen Herausforderungen werden im Rahmen der Arbeitsgruppe zudem die rechtlichen Aspekte betrachtet.

 

In Workshops und Interviews werden wir unsere bisherigen Erfahrungen zusammenlegen und gemeinsam ein Stück Konkretisierung in ein bislang an vielen Stellen noch unklares Bild von der Zukunft zu bringen. Wird sind überzeugt, dass wir damit der Branche einen Leitfaden an die Hand geben können, um von der Diskussion in die Tat zu schreiten.

 

AG-Leitung: Erich Thewanger, KPMG & Michael Karl, DELTA

 


 

2. Kollaboratives Zusammenwirken im Hochbau

 

Strukturelle und kulturelle Herausforderungen vor dem Hintergrund der Digitalisierung

 

Seit 2012 erarbeitet die IG Lebenszyklus Bau jene Grundlagen, die für erfolgreiche Bauprojekte in einer digitalen Wirtschaft maßgeblich sind: lebenszyklusorientierte Prozesse, eine ergebnisorientierte Organisation & eine partnerschaftliche Projektkultur.

 

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich 2018 mit den organisatorisch-strukturellen Voraussetzungen, um das Potenzial digitaler Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Dabei handeln interdisziplinäre Teams als agile Netzwerke – weg von der Misstrauensorganisation hin zur Vertrauensorganisation mit klaren Verantwortlichkeiten.

AG-Leitung: Karl Friedl, M.O.O.CON & Wolfgang Kradischnig, DELTA

 


 

3. Rechtsrahmen für digitale Bauprojekte

 

Durch die jüngsten technologischen Entwicklungen rücken virtualisierte Formen der Projektkooperation immer mehr ins Zentrum des Alltagsgeschäftes und bestimmen mittlerweile auch die Baubranche (z.B. durch die Etablierung von „Building Information Modeling“). Dabei ist das Potenzial im Bereich der Digitalisierung bei weitem noch nicht ausgeschöpft und ist ein gänzlicher (auch branchenübergreifender) Paradigmenwechsel bereits absehbar. So gilt z.B. im Kontext der Digitalisierung die Blockchain-Technologie als nächster großer und bedeutungsschwerer Entwicklungsschritt.

 

Digitale Projektlösungen schaffen allerdings nicht nur eine hohe Nachvollziehbarkeit, Sicherheit und Transparenz, sondern werfen auch eine Menge rechtlicher Fragen und Problemstellungen auf. Schwerpunkte sind dabei typischerweise folgende Themenfelder:

 

  • Vertragliche Einbettung/Regelung von digitalen Lösungen (zB klare Abgrenzung der einzelnen Schadens- und Risikosphären; Schnittstellenminimierung bzw. Bündelung der Aufgaben; Kostentragung [Wartung, Implementierung etc])
  • Umgang mit Lizenzen und Nutzungsvereinbarungen (insbesondere Erteilung/Regelung von Nutzungsrechten und Nutzungsbewilligungen);
    Umgang mit dem Recht der Datenverarbeitung (Datenschutzgesetz und EU Datenschutz Grundverordnung [DSGVO]); uvm.
  • Ziel der Arbeitsgruppe ist es, die rechtlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen abzustecken bzw. zu klären, um das technische und wirtschaftliche Potenzial digitaler Möglichkeiten bei größtmöglicher Rechtssicherheit voll ausschöpfen zu können.

 

AG-Leitung: Stephan Heid & Berthold Hofbauer, Heid Schiefer Rechtsanwälte

 


 

4. Lebenszyklusorientierte Energiesysteme

 

…für den Gebäudeverbund mit lokalen, erneuerbaren Energieträger

 

Das Denken über einzelne lebenszyklisch-optimierte Gebäude ist für zukünftige Städte nicht mehr ausreichend. Es wird mittel- bis langfristig umfassendere Strategien auf Stadt-, Gemeinde- und Siedlungsebenen hinsichtlich der Energieversorgung mit erneuerbaren Energien geben müssen. Die Arbeitsgruppe entwickelt eine Methode, die Entscheidungsträger befähigt, sich für eine mittel- und langfristig lebenszyklusoptimierte Energieversorgung für den Gebäudeverbund zu entscheiden. Die Methode berücksichtigt sowohl die technische, die ökonomische und die ökologische Machbarkeit (ggf. wenn relevant auch die soziale).

 

Vorschlag Abgrenzung: Als Energieversorgung im Gebäudeverbund wird eine gebäudeübergreifende Wärmeversorgung verstanden, die zu einem hohen Anteil lokale, erneuerbare Energieressourcen einsetzt. Lokal erzeugter Strom sowie Strom aus dem Netz wird dann eingesetzt, wenn Produktionsspitzen vorliegen und der Strompreis wirtschaftlich attraktiv ist. Das Konzept der Energieversorgung geht auf diese Flexibilität ein (Demand- Response). Eine intelligente Regelung und Steuerung der Elemente des Energiesystems ist entscheidend für eine wirtschaftlichen Betrieb.

 

AG-Leitung: Margot Grim, e7

 

Um sich für eine Arbeitsgruppe anzumelden, wenden Sie sich bitte an: office@ig-lebenszyklus.at

 


 

Arbeitsweise IG Lebenszyklus Bau

 

Die IG Lebenszyklus Bau definiert Lebenszyklus-Modelle unter Einbeziehung aller beteiligten Fachbereiche – von der Projektinitiierung bis zur Bewirtschaftung. Diese Bereiche sind in interdisziplinären Arbeitsgruppen organisiert, in welchen die Mitglieder die Interessen und Schwerpunkte der verschiedenen Verantwortungsbereiche zusammenführen. Auf diese Weise werden auch die Publikationen der IG Lebenszyklus Bau in einem kontinuierlichen gemeinsamen Arbeitsprozess weiterentwickelt.

 

 

Die IG Lebenszyklus Bau vernetzt alle beteiligten Bereiche der Bau- und Immobilienwirtschaft und richtet sich an öffentliche und private Bauherren.