FAQ für Bauherren

Welche Vorteile hat eine kooperative Projektabwicklung für den Bauherren?

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Beantwortet von:
Mag. Jeanny Gucher, 4dimensions
 

Die IG Lebenszyklus Bau hat ein spannendes Jahr vor sich: Vor dem Hintergrund von Innovation und Digitalisierung befassen sich Mitglieder und Kooperationspartner heuer in fünf Arbeitsgruppen und dem - auf der DBS-Initiative des Vorjahres gründenden - DBS-Club mit konkreten Lösungsvorschlägen, Prototypen und Herausforderungen rund um die Planung, Errichtung, Finanzierung und im Betrieb von Bauwerken.

Interdisziplinärer Erfahrungsaustausch

Auf dem 2017 geschaffenen Bewusstsein für die Digitalisierung in der Baubranche aufbauend, soll nun konkretisiert werden, was in den kommenden Jahren konkret in Angriff genommen werden muss. Die Definition und Bearbeitung von „pain points“ und Innovationsfeldern der digitalen Transformation in der Bau- und Immobilienwirtschaft wird sowohl in den fünf Arbeitsgruppen des Vereins, als auch in dem neu ins Leben gerufenen DBS-Club auf der Agenda stehen.

DBS-Club: Von der Kampagne zum Innovation Hub

Die 2017 gegründete Start-Up-Initiative Digital Building Solutions (DBS) war ein voller Erfolg und hat doch gezeigt, dass allem voran definiert werden muss, wo die größten Chancen und Potenziale in der Branche im Hinblick auf digitale Lösungen liegen. Aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Vorjahr wurde jetzt der DBS-Club ins Leben gerufen, der als permanenter Innovation Hub für die Baubranche etabliert werden soll. Im Rahmen eines intensiven Workshopprogramms erarbeiten Partner und Mitglieder der IG Lebenszyklus Bau unter Einbindung von Start-Ups und Experten verschiedenster Branchen konkrete Prototypen in der Planung, Errichtung, Finanzierung und im Betrieb von Gebäuden.

 

Arbeitsgruppen 2018 - vor dem Hintergrund von Innovation & Digitalisierung

Die Arbeitsgruppen der IG Lebenszyklus Bau dienen vorrangig der Weiterentwicklung bisheriger Inhalte sowie der Zusammenführung verschiedener Verantwortungsbereiche, Interessen und Schwerpunkte. „Was müssen wir jetzt und in den nächsten Jahren angehen, um Digitalisierung möglich zu machen und die Chancen, welche mit ihr einhergehen, erfolgreich zu nutzen“, verrät Erich Thewanger, KPMG, Vorstand der IG Lebenszyklus Bau, den Schwerpunkt des Arbeitsjahres 2018. Dabei soll jenen Voraussetzungen nachgegangen werden, welche mit der Entwicklung der digitalen Baubranche rund um Organisation und Prozesse eines Bauprojektes einhergehen. Zusammen mit Michael Karl, DELTA, Experte für IT und Datenschutz, leitet Thewanger in diesem Jahr die Arbeitsgruppe „IT & Digitalisierung“, in deren Fokus Systeme, Daten, Security & Co stehen.

Kooperation und Kultur sind Thema der von Karl Friedl, M.O.O.CON und Wolfgang Kradischnig, DELTA, geleiteten Arbeitsgruppe „Kollaboratives Zusammenwirken im Hochbau“, welche die strukturellen und kulturellen Herausforderungen im Hochbau thematisiert. „Aufbauend auf den geschaffenen Grundlagen der letzten Jahre beschäftigen wir uns heuer auch mit agiler Projektorganisation in der Baubranche. In der Bauwirtschaft bedarf es mehr Zusammenführung zwischen den Gewerken und einer Vertrauenskultur sowie einer klaren Definition der Möglichkeiten, die durch Digitalisierung für Bauherren entstehen“, verrät Friedl.

Digitale Projektlösungen schaffen nicht nur eine hohe Nachvollziehbarkeit, Sicherheit und Transparenz, sondern werfen auch eine Menge rechtlicher Fragen und Problemstellungen auf. Diesem Thema widmen sich Stephan Heid und Berthold Hofbauer, Heid Schiefer Rechtsanwälte, heuer in der Arbeitsgruppe „Rechtsrahmen für digitale Bauprojekte“.

Eine Methode, die Entscheidungsträger befähigt, sich für eine mittel- und langfristig lebenszyklusoptimierte Energieversorgung für den Gebäudeverbund zu entscheiden, wird unter dem Titel „Lebenszyklusorientierte Energiesysteme für den Gebäudeverbund mit lokalen, erneuerbaren Energieträgern“ unter der Leitung von Margot Grim, e7 Energie und Marktanalyse, aktiv vorangetrieben.

Und auch der Infrastrukturbereich kommt bei der IG Lebenszyklus Bau 2018 nicht zu kurz: Die Verbesserung der Kooperation bei Bauprojekten ist Kernthema der Arbeitsgruppe „Agilität im Infrastrukturbau“, deren Ziel die Erreichung eines Gleichschritts von strukturellem und kulturellen Wandels in der Branche ist. Die Ergebnisse aller Arbeitsgruppen werden wie jedes Jahr im Herbst im Rahmen des Forum Infrastruktur am 16. Oktober und des Kongresses der IG Lebenszyklus Bau am 14. November in Wien präsentiert.

Alle Details & Anmeldung

 

Lebenszyklus-Award 2018: Schwerpunkt Innovation

Mit dem 2016 erstmals verliehenen Lebenszyklus-Award werden auch 2018 wieder die Prozess-, Kultur- und Organisationsqualität bei der Planung, Errichtung, Finanzierung und Bewirtschaftung von Gebäuden ausgezeichnet. Anders als bei vielen anderen Auszeichnungen der Branche steht nicht so sehr das Ergebnis, als vielmehr der Prozess und die Organisation von Bauprojekten im Mittelpunkt und wird durch eine interdisziplinär zusammengesetzte Jury bewertet. Eingereicht werden können Neubauten und Revitalisierungen aus dem Hoch- und Tiefbau privater und öffentlicher Bauherren im gesamten deutschsprachigen Raum. Lebenszyklusorientierte Infrastrukturprojekte werden zudem eigens mit einem „Special-Award“ im Rahmen des Forum Infrastruktur ausgezeichnet.