FAQ für Bauherren

Wie kann ich sicherstellen, dass ich am Ende ein lebenszyklusoptimiertes Gebäude erhalte?

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Beantwortet von:
Mag. Karl Friedl, M.O.O.CON
 

Gut unterwegs!

Österreichischer Schienen- und Straßenbau Vorreiter bei Lebenszyklusorientierung

Im Rahmen des Forum Infrastruktur, erstmals initiiert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und der IG Lebenszyklus Bau, kamen rund 130 Vertreter des österreichischen Infrastrukturbereichs zusammen, um jene Erfolgsfaktoren zu diskutieren, die für den zukunftsorientierten Schienen- und Straßenbau von größter Bedeutung sind.

Bei insgesamt 12 Beispielprojekten wurden drei Faktoren von den 33 Vortragenden – darunter Klaus Schierhackl (ASFINAG), Franz Bauer (ÖBB), Christian Molzer (Amt der Tiroler Landesregierung), Peter Krammer (STRABAG), Alfred Sebl-Litzlbauer (PORR), Konrad Bergmeister (BBT), Judith Engel (Flughafen Wien), Johann Herdina (TIWAG) – besonders hoch bewertet:

Ein grundsätzlicher Fokus aller Projektbeteiligten auf Nachhaltigkeitsfaktoren, das klare Commitment zu gemeinsamen Projektzielen und die Sicherstellung des Projekterfolgs durch den Auftraggeber. „Ein lebenszyklischer Zugang ist im Tiefbau traditionell schon wesentlich natürlicher als im Hochbau – quasi „genetisch“ – verankert. Die Frage, wie man eine unter Verkehr stehende Strecke irgendwann einmal sanieren will, stellt man sich ja am besten immer ganz am Anfang“, betont Erich Thewanger, KPMG, Vorstand der IG Lebenszyklus Bau. Der entsprechende Leitfaden kann bei der IG Lebenszyklus Bau unter www.ig-lebenszyklus.at/ig-publikationen kostenlos angefordert werden.

Galerie: Forum Infrastruktur 2017

Galerie: Die Vortragenden beim ersten Forum Infrastruktur

Effiziente Infrastruktur hat Blick auf Lebenszyklus

Eine effiziente Infrastruktur stellt das Fundament einer florierenden Wirtschaft dar. Gerade bei Infrastrukturprojekten müsse daher weitsichtig und ganzheitlich agiert und der Lebenszyklus stets im Blick behalten werden. „Das bedeutet, dass bereits bei der Projektierung der richtige Zeitpunkt für Wartungen mitgedacht und eingeplant wird. So haben die Projekte eine viel größere Chance, die in sie gesteckten Erwartungen einzuhalten,“ betont Ursula Zechner, Leiterin Sektion IV Verkehr im bmvit.

Digitale Transformation braucht Nachhaltigkeit 

In der von Rainer Stempkowski moderierten Podiumsrunde waren sich Auftraggeber- wie Auftragnehmervertreter einig: Die Berücksichtigung des Betriebs bereits in der Planung ist eine der wichtigsten Grundlagen für einen zukunftsorientierten Schienen- und Straßenbau und wird bei der Planung von Projekten in Österreich größtenteils auch so gehandhabt. Gerade weil in der heutigen Zeit die digitale Transformation zu immer schnelleren Veränderungen führe, sei der Fokus auf nachhaltige Aspekte auch in Zukunft von großer Bedeutung für eine langfristig wirksame Infrastruktur. „Eine langfristige Gesamtkostenbetrachtung unter Berücksichtigung der Kosten zum Investitionszeitpunkt, als auch jener in den Folgeperioden verursachten Aufwendungen und Nutzenvorteile sind Voraussetzung einer zuverlässigen Entscheidungsgrundlage. Nur so kann das optimale Ausschöpfen der Lebensdauer von Bauwerken sichergestellt werden,“ ist etwa Klaus Schierhackl, ASFINAG, überzeugt.

Im Lebenszyklus angekommen, bei Digitalisierung Nachholbedarf

Während der österreichische Schienen- und Straßenbau in Bezug auf die Umsetzung lebenszyklusorientierter Erfolgsfaktoren also gut unterwegs ist, so scheint es bei der Nutzung neuer digitaler Möglichkeiten noch Aufholbedarf zu geben. Dieses Bild ergab eine schnelle Blitzumfrage unter den Teilnehmern: weit mehr als die Hälfte antwortete mit einem klaren „nein“ auf die Frage, ob der Schienen- und Straßenbau in der Digitalisierung angekommen sei. So wurden bei den präsentierten Beispielprojekten digitale Instrumente wie Building Information Modeling (BIM) zwar vereinzelt als Erfolgsfaktoren genannt, insgesamt lag der Fokus aber eher auf den Voraussetzungen für erfolgreiche Projekte in einer digitalen Wirtschaft. „Wir brauchen den grundsätzlichen Willen der Projektbeteiligten, ein entsprechendes Wissen und eine ausgeprägte mentale Flexibilität“, fasst etwa Konrad Bergmeister, Vorstand der Brenner Basis Tunnel Gesellschaft BBT die für ihn wichtigsten Erfolgsfaktoren zusammen.

Pressebereich

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Hochaufgelöste Fotos (Bild in neuem Tab öffnen. Alle Fotos können in hoher Auflösung angefordert werden):

Traten als Initiatoren des ersten Forum Infrastruktur auf den Plan: Walter Purrer (IG Lebenszyklus Bau), Klaus Schierhackl (ASFINAG), Ursula Zechner (bmvit), Franz Bauer (ÖBB), Erich Thewanger (KPMG, IG Lebenszyklus Bau)
Diskutieren über Qualität und Lebenszyklus im Infrastrukturbau: Klaus Schierhackl (ASFINAG), Franz Bauer (ÖBB), Christian Molzer (Amt der Tiroler Landesregierung), Eva Eichinger-Vill (bmvit), Hubert Hager (ÖBB), Stefan Resch (ASFINAG), Peter Krammer (STRABAG), Alfred Sebl-Litzlbauer (PORR) (v.l.n.r.)

Präsentierten die Erfolgsfaktoren der Projekte BBT Baulos Wolf I, SBH-Straßenbahnlinie Harter Plateau und von einem Schulprojekt in Bayern: Konrad Bergmeister (BBT), Wolfgang Pacher (Swietelsky), Manfred Bauer (Hinteregger) und Manfred Eder (Ingenieurbüro Laabmayr & Partner) (v.l.n.r.)

Daniel Deutschmann (Heid Schiefer Rechtsanwälte), Leo Falkner (BEMO), Johann Herdina (TIWAG), Wolfgang Lehner (STRABAG) und Judith Engel (Flughafen Wien) präsentierten die Erfolgsfaktoren drei weiterer Leuchtturmprojekte: Crossrail, Flughafen Wien Office Park 4 und das Gemeinschaftskraftwerk Inn – GKI (v.l.n.r.)

Weitere Informationen:

Mag. Helene Fink
DieFink | Agentur für Kommunikation

+43 (0) 664 521 4389