NACHHALTIGKEIT BRAUCHT LEBENSZYKLUS.
LEBENSZYKLUS BRAUCHT PROZESSINNOVATION
inspiriert von erfolgreichen Bauherren

Unsere 8 Forderungen zur Überwindung des Fachkräftemangels in der österreichischen Gebäudetechnik

1. Stärkung des Images der Gebäudetechniker*innen

 

In der Öffentlichkeit fehlt Wissen über die Bedeutung, die vielfältigen Kompetenzen und Aufgabenbereiche von Gebäudetechnikern*innen. Gebäudetechniker*innen sind keinesfalls nur „Schadensbegrenzer*innen“, sondern sie nehmen eine zentrale Rolle in der Planung und Umsetzung von Bauprojekten ein. Sie sind in der Lage rasch einzuschätzen, welche technischen Lösungen umsetzbar sind.

2. Mehr Technikunterricht in der Pflichtschule

 

Ein Grund für die schlecht ausgebildeten und wenigen Bewerber*innen in der Branche liegt in der mangelnden technischen Grundausbildung. Deswegen braucht es dringend Maßnahmen, um frühzeitig bei Mädchen und Buben das Interesse für technische Berufe zu wecken.

3. Aufwertung des Lehrberufes: Installations- und Gebäudetechniker*innen

 

„Installateur*innen“ übernehmen wichtige Tätigkeiten auf der Baustelle. Sie montieren, schweißen, schrauben, schneiden und befinden sich oft an der Grenze ihrer körperlichen Belastbarkeit. Doch diejenigen, welche die eigentliche wertschöpfende Arbeit machen, bekommen oft nicht die Wertschätzung, die ihnen zusteht. Folglich fehlt es in diesem Bereich besonders an Nachwuchskräften. Es ist an der Zeit, dieses Image aktiv zu verändern und den wahren Helden der Bauprojekte auch einmal die Bühne zu geben. Wie auch bei anderen Gewerken, bekommen oft diejenigen, welche die eigentliche wertschöpfende Arbeit machen, nicht die Wertschätzung, die ihnen zusteht.

4. Aufwertung und bessere regionale Verteilung der Gebäudetechnik HTL´s

 

Gegenwärtig gibt es fast ausschließlich im Osten Österreichs Angebote für Gebäudetechnik HTL`s. Um den Bedarf an Fachkräften zu decken ist ein dichteres, regionales Angebot an Gebäudetechnik HTLs erforderlich.

5. Stärkung des Bereichs Gebäudetechnik im Rahmen der universitären Ausbildung

 

Bisher ist es in Österreich nicht möglich Gebäudetechnik an einer technischen Universität zu studieren. Eine künftige Stärkung der Ausbildung auf akademischem Niveau würde sowohl den komplexen Ansprüchen aus der Praxis gerecht werden als auch notwendige wissenschaftliche Forschungen in diesem Bereich vorantreiben. Letztendlich würde dies auch die notwendige fachliche und gesellschaftliche Aufwertung dieses Berufes bewirken.

6. Weiterentwicklung des Aus- und Weiterbildungsangebots im Bereich Gebäudetechnik

 

Es mangelt in den verschiedenen Ausbildungsebenen an fundierten Weiterbildungsangeboten im Bereich Gebäudetechnik. Da die Immobilien immer komplexer werden, gibt es einen neuen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften, welche Lösungen für die gestiegenen Anforderungen umsetzen können.

7. Unterstützung von Frauen, die sich für die Gebäudetechnik begeistern

 

Neben dem generellen Fachkräftemangel im Bereich Gebäudetechnik, ist in Österreich ein geringer, wenn auch leicht steigender Frauenanteil in technischen Berufen und somit auch in der Gebäudetechnik zu verzeichnen. Hier sind weiterhin Kampagnen notwendig, die speziell Frauen ihre Chancen und Möglichkeiten in diesem Tätigkeitsbereich aufzeigen, damit der Anteil an weiblichen Fach- und Führungskräften noch stärker steigen kann.

8. Stärkung der Rolle der Gebäudetechniker*innen in Projekten

 

Es braucht dringend eine Stärkung der Rolle von Gebäudetechniker*innen. Obwohl die Technik in Bauprojekten eine entscheidende Säule darstellt, bleibt sie oft unerwähnt. Die Stärkung der Gebäudetechniker*innen und ihre führende Rolle in den Projektteams muss deshalb ein zentrales Ziel sein, um diesem Beruf die notwendige Anerkennung zukommen zu lassen. Dies ist eine notwendige Maßnahme um den Fachkräftemangel zu überwinden.